Ein Erlebnisbericht von Pépite
18.08.2006 20:19:28
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Frankreich Cevennen

La Cèze
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Pépite
20.08.2006 21:23:30
ger Hi Oststeirer, danke für Deinen Kommentar, i war von Rochgude bis La Roque sur Cèze unterwegs. Goudargues ringsherum ist gut. naja, eine solche Querrinne aus zusaugen ist schon was lässiges :-)))
Oststeirer
18.08.2006 22:55:20
ger Servus Pépite Gratuliere zu deinem grossen Erfolg. Ich habe auch schon etliche Stunden am Céze verbracht, aber es war mir aber nicht vergönnt so eine gute Stelle zu entdecken. Die schöne Landschaft und der Fluss entschädigte das aber allemal. gruss und gut gold fredy
Goldfieber
18.08.2006 22:31:30
ger Sieht so ruhig und gemütlich aus.
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die erwähnte Querrinne
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Bedrock
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nach der schwarzen Kohlenstaubwolke kam die Lehmschicht
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Dreckwolke beim Lehm auswaschen
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Obstlesekorb (System Napfgoldwascher) ;-) und meine Pumpe
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Robin.71
04.04.2008 01:02:19
ger Super Bericht - bin auf den Bericht gestoßen weil ich mir eine Pumpe kaufen möchte. Dein Bericht hat mich überzeugt mir jetzt auch eine Pumpe zu kaufen. Hast du die 60 oder 80 cm Lange Pumpe von Goldblitz?
Napfgoldwascher
20.08.2006 22:04:57
ger Hallo Erich Superbericht, wunderschöne Pumpe hast Du da... Klar, nach so einem 3-wöchigen Hardcore-Einsatz kann es schon mal sein, dass ein Gummi ausgewechselt werden muss... Was krieg ich für Provision für die Idee mit den Obstkörben... *grins* und Gruss NGW
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obs wohl noch tiefer geht, Pumpe war beim Absaugen schon 30cm unter Wasser
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Pépite
21.08.2006 13:11:49
ger Na... da war am Anfang nur so eine hufeisenförmige Vertiefung (siehe Bildmitte), dann gings los. Als aufhörte, war ich noch nicht am Grund angelangt. Du siehst oben die Lehmbrühe, da weisst Du nicht mehr wo Du steht. Auf dem mit feinen Algen bewachsenen Bedrock rutscht man leicht aus und mit Fuss/Bein in diese Spalte zu fallen... nein danke. Die Saugleistung der Pumpe ist super. Da ist solch eine Gruft schnell mal offen. Aber diese Lehmbrühe und wie gesagt, kaum Wasserströmung; da muss man halt zwischendurch warten, bis der Bedrock wieder sichtbar ist.
Goldfieber
18.08.2006 22:29:03
ger Sieht super aus die Felsspalte. War aber sicher auch ein hartes Stück Arbeit diese frei zu legen.
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meine kleine Schleuse, Beinchen und Einlauf sind Eigenbau
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das gewaschene Gold in 2 Tagen
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MrNuss
21.08.2006 18:20:00
ger Hi! Super Beitrag, vielen Dank! Ich könnte dir für die nächste Spalte eine Spezialpumpe bauen. Länge bis 3 Meter :-)) Grüße! Björn
Pépite
20.08.2006 21:27:50
ger Hi Goldfieber, darfst auch Napfgoldwascher nen kleien Achselklopfer machen :-) merci
Goldfieber
18.08.2006 22:26:05
ger Herzlichen Glückwunsch zu Deinen Funden. Gleich am ersten Tag einen Bericht; toller Einstieg! :-) Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und viel Spass mit den Goldblitzern.
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Der Gardon mit seinen Zuflüssen dürfte wohl einigermassen bekannt sein. Und die Cèze ? Hier ein kleiner Einblick von zwei Ferientagen (Juli 06) im ruhigen Vallee de la Cèze, einem felsigen Tal der Cevennen in Südfrankreich. Grossartig: Bedrock gleich beim Campingplatz. Da ich endlich eine Goldblitz - Handpumpe besitze, kommt diese gleich voll zum Einsatz. Eine Stelle hatte ich mir schon letztes Jahr gemerkt: Bedrock über ein Distanz von 300 Metern, aber fast keine Strömung. Zuoberst eine Querrinne, voll Geröll, jetzt wird mit Brecheisen und Schaufel gearbeitet, rund 60cm tief, 30cm breit und ca 4Meter lang. Dann kommt die Pumpe zum Einsatz. Zuerst mit einem groben Aufsatz, (gibt es im Baumarkt zu kaufen und schont die Alu-Röhre) schlussendlich mit der engen, mitgelieferten Düse. Das ganze Material wird mit einem Obstlesekorb vorgesiebt. (System Napfgoldwascher) Ca. 300 Meter weiter unten fällt das Niveau wieder und die Cèze hat wieder etwas Strömung, genügend für meine kleine Schleuse. Also die schweren Kübel im Bach dorthin schleppen und schleusen. Drei Stunden Arbeit sind vergangen; Zeit zum Wohnwagen zurück zukehren, da es inzwischen schon sehr heiss geworden ist (36°). Die Ausbeute: 16 Mini-Nuggets in der Grösse von Reiskörnern und viele Flitter von winzig bis ca. 4mm, alle flach, aber zum Teil überraschend dick. Am späteren Nachmittag gehts wieder los an die gleiche Stelle. Diese Querrinne wäre noch weiter, nur da liegt ein umgestürzter Baum und bis zu 2m hohes Geröll. Also suche ich im freien Bedrock nach weiteren Rinnen und Vertiefungen. Es zeigt sich, dass eine Handpumpe hier von grösstem Nutzen ist. Wieder das Gleiche wie zuvor bei der Querrinne, das Wasser färbt sich schnell schwarz (Kohlenstaub) und ich sehe den Boden nicht mehr. Da eben fast keine Strömung herrscht, muss ich immer warten bis sich das Aufgewirbelte wieder gesetzt hat. Schon sind wieder 30cm abgesaugt und im geöffneten Loch blanker, weisser Kalk sichtbar. Naja, zwischen durch folgt immer das gleiche Prozedere, Kübel zur Schleuse schleppen und Eisenoxid raus putzen. Das normale Flussgestein schwemmt voll durch die Schleuse, Eisenoxid mit spez. Gewicht ca. 6 bleibt liegen, also bleibt Gold auch liegen. Die Belohnung folgt abends beim Auswaschen der letzten Pfanne : 67 schön grosse Flitter, unzählige Goldkrümmel, Fischerei-Blei und etwas Silber. Am nächsten Morgen suche ich wieder im Bedrock. Heute bin ich nicht alleine, ein Goldsucher aus Holland wühlt da mitten im Wasser. Weiter den Bach rauf, finde ich ein gute Stelle. Mit dem fünften Hub der Pumpe löse eine braune Dreckwolke aus. Lehm und Steine sauge ich hoch. Da setze ich die Pumpe wieder an und platsche beinahe ins Wasser. Die lehmige Schicht hat so leicht nachgegeben, dass die Pumpe zu ¾ tief steckt. Gleichzeitig habe ich mit dem Handgriff die Stangenführung der Abdeckkappe eingebrochen. Die Pumpe lässt sich leicht bewegen, nur ziehen am Kolbengestänge geht nicht, oder kaum... und dann auf einmal ganz leicht. Was ist passiert ? Beim Ansaugen eines grossen Lehmpfropfens riss die Verbindung (nur ein Sicherungsstift!?) vom Gummikolben und dem Alu-Kolbengestänge. Mit einer Gartenschlauchbriede liess sich diese Havarie beseitigen. Nur, stellte ich dafür in jenem Geschäft alles auf den Kopf mit meinen französisch.... Naja, seither arbeitet die Pumpe wieder, werde dieses Teil allerdings demnächst selber modifizieren. So, wieder am Bach. An der gleichen Stelle, mit reparierter Pumpe, beginne ich wieder. Der Obstlesekorb ist ein gutes Hilfsmittel. Mit zusätzlichen, grossen Steinen gefüllt, ist es recht einfach die Lehmklumpen zu mahlen bzw. aufzulösen. Die ganze Brühe im Bach setzt sich glücklicherweise vor meinem holländischen Goldwasch-Nachbarn. Am Abend wasche ich den Blacksand aus. In der Pfanne leuchten die Paillettes und Pépites wie die Sterne am Himmel der anbrechenden Nacht.

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