Ein Erlebnisbericht von Robin.71
08.08.2010 02:02:57
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Schweiz

Eigentlich wollte ich während meines Urlaubes ein kleines, unbekanntes Bächlein in der Nähe unseres Urlaubsortes prospektieren. Nachdem ich mir den Bach über mehrere Kilometer angeschaut hatte, erzählte mir ein Einheimischer dass der Verlauf des Baches vor ein paar Jahren komplett geändert wurde um ein weiteres Abrutschen des Hanges zu vermeiden. Deshalb entschloss ich mich, nachdem die Sonne nach 1 1/2 Tagen Regenwetter endlich wieder einmal zum Vorschein kam, nachmittags an ein mehr oder weniger bekanntes Bächlein in die Schweiz zu fahren an welchem ich noch nie war.

Von Goodyman per Telefon an die Stelle gelotst, schwante mir nichts gutes beim ersten Blick auf das sonst so ruhige Bächlein...
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...aus dem sonst so ruhigen, glasklaren Bächlein wurde ein trüber Fluss der ca. 1,0 m über normalem Niveau lag.
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Goodyman
08.08.2010 11:40:25
ger Da fällt mir nur die vierte "alte Goldwäscherregel" ein :"Wenn steigt der Bach, wird zwecklos die Sach" Dennoch schönes Ergebnis für einen Tag Pfannenwaschen. Danke für den schönen Bericht mit dem du uns an deinem Abenteuer der anderen Art teilnehmen lässt.
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Also versuchte ich mich erst einmal nur mit der Pfanne bewaffnet an den höchsten, normalerweise trocken liegenden Stellen der schrägen Kiesböschung...
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Taube
08.08.2010 19:37:53
ger Bei der starken Strömung musste ich immer mal wieder schauen, ob er noch nicht von der Strömung mitgerissen wurde....
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...nachdem ich ca. 1 Stunde nach einer Stelle zum Aufstellen der Rinne gesuchte hatte musste ich einsehen, dass an ein Stellen der Rinne hier nicht zu denken war. Selbst ein waschen nur mit der Pfanne war wegen der Strömung schon ein echtes Abenteuer und nur im absoluten, „halbwegs“ ruhigen Randbereich "möglich"...
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...nach längerer Prospektion unter solch schwierigen Bedienungen fand ich tatsächlich eine Stelle an welcher ein paar Flitterchen hausten. Diese schnell aus der Pfanne abgesaugt...
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Robin.71
08.08.2010 20:13:08
ger Solche Tage unvergesslichen Tage muss es auch geben - man findet da zwar vielleicht nicht so viel Gold - aber es sind genau diese Tage die unvergessen bleiben und an diese man sich mit 75 Jahren noch am Goldwäscher-Stammtisch zurück erinnert.
Haribo
08.08.2010 20:04:13
ger Wenn du dieses bei den schwierigen Bedingungen gefunden hast, kann ich mir gut vorstellen, was du bei guten Bedingungen gefunden hättest. Trotzdem, schöner Fund.
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...freute ich mich 2-3 Stunden später, von dem Hochwasser etwas erschöpft, über die ersten gefundenen Flitterchen.
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Motiviert durch das gelbe im Gläschen ging es dann noch 1-2 Stunden weiter...
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...bis die Abenddämmerung mich zum Aufbruch mahnte (oder war es doch meine Frau?).
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Goodyman
09.08.2010 18:45:38
ger Hallo Taube! An die Geschichte mit der Abenddämmerung habe ich eh nicht geglaubt. Normalerweise wäscht man dann mit einer Stirnlampe weiter ;-)!
Bayerwalddigger
08.08.2010 20:03:05
ger Hallo Robin angesichts der widrigen Umstände doch ein recht schöner Fund.
Taube
08.08.2010 19:35:07
ger Ich war es ;-) und nicht die Abenddämmerung. Trotz des Hochwassers war es ein toller Tag mit meinem Mann.
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Auf Grund des Hochwassers und der Trübung des Wassers musste ich an diesem Tag absolut blind an Stellen graben, an denen ich sonst nie gegraben hätte. Dadurch habe ich an diesem Tag nicht das „große“ Gold gefunden, aber durch die starke Hochwasserströmung spürte man an den Watstiefeln wie sich kleine, teilweise bis Faustgroße Steine auf dem Bachgrund bewegten – dies war für mich im wahrsten Sinne ein bewegendes, unvergessliches Erlebnis.

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