Ein Erlebnisbericht von Robin.71
07.01.2012 01:45:18
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Dürrenroth

Nach Teilnahmen an der Deutschen und Bayerischen Meistermeist die letzten Jahre hatte ich im Jahr 2011 die erste Teilnahme an einer ausländischen Meisterschaft im Goldwaschen geplant.

Teilgenommen habe ich an der Schweizer Meisterschaft im Goldwaschen.
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Die Meisterschaft fand neben der „Westernstadt“ Fraumattcity welche in der Nähe von Dürrenroth (Kanton Bern) liegt statt. Das Navi hatte zwar damit etwas Probleme aber schon auf der Hauptstraße nach Dürrenroth war der Weg zur Meisterschaft vorbildlich ausgeschildert.
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Schon von der Straße aus erblicken wir die Wettkampfarena. An den Fahnen konnte man erkennen das Teilnehmer aus der Schweiz, Österreich, Slowakei, Italien, Frankreich, Niederlande, Brasilien und Deutschland teilnahmen (hoffentlich habe ich jetzt kein Land vergessen?). Darunter einige nationale Meister der jeweiligen Länder und der ein oder andere Weltmeister.
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Vom Parkplatz in der Wiese ging es dann durch die Westernstadt Fraumattcity zur Anmeldung. Angemeldet hatte ich mich bei den Profis für die Kategorien Speed, Klondike, Team und Nachtgoldwaschen.
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Nach der Anmeldung am Freitag begannen die Wettkämpfe am Samstagmorgen. Pro Durchgang traten 20 Wettkampfwäscher in den jeweiligen Kategorien gegen einander an. Insgesamt nahmen in der Kategorie Speed 92 Teilnehmer (62 Männer und 30 Frauen) teil. In den jeweiligen Läufen wurde dann das Teilnehmerfeld immer mehr minimiert bis 20 Teilnehmer für die Finals am Sonntag in den jeweiligen Kategorien gefunden waren. Nach der Eröffnung der Wettkämpfe durfte ich in der allerersten Gruppe im noch ganz klaren Wasser starten. Die Startnummern hatte man im rechten Zelt erhalten. Hier wurde auch geprüft ob die Wettkampfpfanne in der Kategorie Speed den vorgeschrieben Abmessungen entsprach. Im Zelt daneben erhielt man dann den Eimer der gefüllt mit dem Sand-/Kiesgemisch und in der überall die gleiche Menge (für den Teilnehmer unbekannte Menge) Goldflitter beigemischt war.
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Mit dem gefüllten Eimer in der Hand ging es dann zu einem der vier Eimer auf der Wiese, welche zum Füllen der Phiole (des Röhrchens) mit klarem Wasser dienen und von dort dann in das Wettkampfbecken.
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Endlich ging es los. Es wurden die Pfannen gefüllt und es wurde gewaschen – und wieder wurden die Pfannen gefüllt und wieder wurde gewaschen bis die Eimer leer waren.
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Ob im Einzelwettbewerb in den jeweiligen Kategorien...
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...oder im Team...
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Taube
04.02.2012 21:06:27
ger Ein tolles Team - "Die Remstäler" aus Deutschland!
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…wurde überall mit vollem Einsatz gewaschen...
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...und nach den Goldflittern gesucht.
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Die gefunden Flitter in die Phiole abgefüllt und den Deckel verschlossen...
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...wurde dann der Wettkampf durch rufen von Worten wie „Stopp“ oder „Fertig“ und hochzeigen der Pfanne beendet.
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Im Anschluss wurden die Flitter zum Zählen zu Mitarbeitern der Wettkampfleitung gebracht. Die Entspannung nach dem Wettkampf konnte man den Teilnehmern im Gesicht ansehen. Generell hat derjenige gewonnen welcher die schnellste Zeit gewaschen hat. Jedoch bekommt man pro verlorenen Flitter, Regelverstöße wie z.B. zu viel Sand im Röhrchen jeweils 3 Strafminuten. D.h. es kann durchaus auch jemand der langsamer gewaschen hat in der Platzierung vor jemanden der schneller gewaschen hat sein, da sich die Gesamtzeit aus Wasch- und Strafzeiten zusammensetzt.
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Durch das Erreichen des Finales in der Kategorie Klondike und Team konnte ich bei dieser Meisterschaft auch wieder viele Wettkampfflitter als Andenken mit nach Hause nehmen. Die Wettkampfflitter haben in der Regel eine Größe von 1,0-1,5 mm.
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Noch erfolgreicher war mein Teampartner Uli (rechts im Bild) der in der Kategorie Klondike den 3. Platz bei den Herren belegte. Ich schaffte es bei den Herren immerhin in dieser Kategorie auf Platz 7 (Gesamtergebnis Klondike Herren + Frauen Platz 10) und war damit drittbester Deutscher bei den Herren (Gesamtergebnis Klondike Herren + Frauen 4 bester Deutscher). Im Team schafften wir es auf den 12. Platz im Finale und waren damit zweitbestes deutsches Team.
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Robin.71
15.01.2012 19:23:15
ger Hallo Roland, sehe es doch einfach als ein Treffen mit Gleichgesinnten bzw. manchen Freunden an und wer weiß vielleicht überwältigt dich die Wettkampfatmosphäre/die Freude am Waschen so bzw. es juckt dich dann so in den Fingern, dass du dann selber einmal irgendwo mitmachen möchtest…? So ging es schon dem ein oder anderen den ich kenne. Kannst ja so eine Meisterschaft (Treffen mit Gleichgesinnten) mit einem kleinen Goldwaschausflug verbinden. Grüße Jürgen
Goodyman
15.01.2012 12:40:33
ger Auch wenn ich persönlich wenig Bezug zu den Meisterschaften habe danke ich dir für den schönen Bericht. Vielleicht sollte ich ja doch mal zu einer Meisterschaft gehen um die Stimmung und noch mehr "Goldfiebrige" kennen zu lernen.
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Der Besuch dieser Meisterschaft war für mich wieder eine wunderschöne Zeit welche ich mit Freunden verbringen konnte und an die ich mich noch heute gerne zurück erinnere. Ein großes Dankeschön gebührt auch der Schweizerischen Goldwäschervereinigung welche eine absolut perfekt organisierte Meisterschaft auf deine Beine gestellt hat. Ein Video von der Schweizer Meisterschaft im Goldwaschen 2011 könnt ihr auch auf meinem YouTube-Kanal „Der Goldwaescher“ anschauen: www.youtube.com/user/DerGoldwaescher

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