Ein Erlebnisbericht von flojo
22.07.2012 01:57:35
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Ceze

Der Sommerurlaub hat uns dieses Jahr nach Frankreich geführt. In der zweiten Woche sind wir an die Ardeche gefahren. Unter Protest der Familie habe ich wenigsten meine Wasch-Grundausrüstung (Kunststoff-Sluice von Guldstrom, 2 Schüsseln und eine Schaufel) mitgenommen, die heute auch zum Einsatz kommen durfte, da ich mir 4 Stunden familienfreie Zeit nehmen konnte. Ich bin in die Umgebung der Ardeche gefahren und habe mich für die Ceze entschieden. Ich schreibe den Bericht noch aus dem Urlaub, viel Spaß dabei.

Als Ort habe ich mir das idyllische Montcluse ausgesucht. Vor allem konnte ich von hier aus direkt mit dem Auto zum Wasser. Das ist an anderen Stellen nicht immer so, oftmals sind die Zugänge auch extrem steil. Heute herrschten aber wohl Idealbedingungen.
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Als Platz habe ich mir eine etwas schneller fließende Stelle ausgesucht. Oft wird versucht, für die vielen angrenzenden Campingplätze, das Wasser etwas aufzustauen, so dass die Fließgeschwindigkeit manchmal etwas geringer ist. Hier war das aber absolut ausreichend. Von den letzten Hochwassern sind deutlich die Lagerungen zu erkennen, zusätzlich wurden kleine Einfassungen künstlich angelegt.
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Blick zum anderen Ufer, wo ich durchaus eine Menge "Wurzelgold" vermute. Mangels Zeit bin ich dort aber gar nicht erst zur Suche gegangen.
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Hier sieht man flussaufwärts eine der typischen kleinen Aufstauungen, um die Bademöglichkeiten bei Niedrigwasser für die Campingplatzgäste attraktiv zu gestalten. Trotz der Stauung habe ich mich entschlossen, dahinter flussabwärts zu waschen.
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Blick von der Waschstelle flussabwärts. Zu sehen ist ein Anlger, der kurz danach auf seinem Weg flussaufwärts bei mir vorbei kam und sich kurz mit mir unterhielt. Er wusste ncihts von Goldwäschern in der Region, hatte aber absolut kein Problem mit mir. Da ich auch Angler bin, sprachen wir auch ein wenig über die Fischwelt (kann ich übrigens auch nur Jedem empfehlen - Angel mit hierhin zu nehmen!) Er verriet mir auch, dass es vor 10 Jahren ein riesiges Hochwasser gegeben hat - welche Ausmaße das hatte, wird später noch erkennbar.
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An dieser Stelle mitten in der Strömung habe ich dann angefangen, Material zu sammeln. Ohne Vorsieben, ohne Eimer, direkt aus der Grabung in die Schleuse. Die Strömung ist für die Eldorado-Guldstrom sehr stark, ich hatte Schwierigkeiten, die Rinne zu fixieren. Ich möchte auch gar nciht wissen, was mir an Material dadurch flöten gegangen ist.
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Hier sieht man die Rinne in der Strömung liegen. Auch die Neigung war schwer einzustellen, so dass das gerade am Anfang eher suboptimal lief. Zudem ist es extrem schwer, gegen die Strömung Material zu entnehmen, ohne dass sofort alles weggeschwemmt wird.
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Da ich mich nicht erfolglos zu Tode buddeln wollte, habe ich nach einer dreiviertel Stunde die Rinne gereinigt - und siehe da: Eine ordentliche Ausbeute von ca 50 Flittern. Über Größe und Aussehen kann ich schwerlich was sagen, da ich noch im Urlaub bin und nichts dabei habe. Viellecht kann ich später noch ein Detailfoto anhängen.
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Hier mal ein Finger als Größenvergleich
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Danach habe ich die Rinne versetzt und weiter gegraben. Hier war der Durchsatz besser und vor allem gleichmäßiger. Ich habe später auch zig Bleie von Anglern gefunden, was mir zeigt, dass die Rinne gut ausgerichtet war.
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Zum Schluss ist es ein Loch von 100x50 cm geworden. Ich denke, die Tiefe lag so bei ca. 80 cm - noch ohne Bedrock. Ich kann auch nur empfehlen, ein Brecheisen mitzunehmen, da die Steine doch sehr fest miteinander verbunden waren und ich sie ohne Hilfsmittel kaum herausbekommen habe.
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Tja - wie kann man ein Waschen schnell beenden? Indem ich die mitgebrachte Schaufel schrotte. Von da ab hieß es dann nur noch: Rinne rausnehmen und zu Ende waschen. Ich hätte gerne noch wesentlich länger am Fluss verbracht. Aber es hat nicht sollen sein.
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Auch bei der zweiten Ernte, bei der ich doch eine Stunde länger gegraben hatte, gab es ein für mich erfreuliches Ergebnis. Auch hier tummelten sich wieder viele Flitter in meiner Pfanne, die in der Sonne vor dem blauen Hintergrund richtig gut zur Geltung kamen.
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Hier ein Haus in der Nähe des Waschplatzes. Der Angler erzählte ja von dem Hochwasser. Um die Dimensionen klar zu machen, hat er das Haus als Referenz herangezogen. Das Hochwasser stand den Leuten bis in den Mittelgang ( wo jetzt die Blumen sind ) - das derzeitige Wasserniveau ist links unterhalb des Brückenbogens erkennbar. Vor allem kommen die Hochwasser oftmals sehr schnell und unerwartet. An allen Plätzen am Fluss wird daher auch auf die Gefahr, unvorhersehbarer Hochwasser hingewiesen. Im Sommer aber besteht da wohl kaum ein entsprechendes Risiko.
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supertolle Landschaft, duftende Lavendelfelder, Sonne, klares Wasser, erfrischend kühl - und dazu noch ein Gebiet, indem man fündig wird. Gerade für jemanden aus Westdeutschland wie mich, sind das eher überdurchschnittliche Funde in kurzer Zeit. Daher werde ich sicherlich noch einmal wiederkommen, dann aber mit kompletter Ausrüstung und vor allem mit Alu-Rinnen.

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