Ein Erlebnisbericht von Oststeirer
12.02.2005 18:19:31
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Gardon 21.Sept. - 5.Okt. 2002

Servus liebe Goldgräbergemeinde Leider wurde unsere Vorfreude auf die Ferien getrübt. 2 Wochen vor unserer Abreise wurde die Region Anduze/Ales am Rande des Cevennengebierges von den grössten Überschwemmungen seit Menschengedenken heimgesucht. Es fielen binnen 24 Stunden 750 mm Regen, das ist die durchschnittliche Niederschlagsmenge eines Jahres. Der Fluss stieg um über 10 Meter und er trat kilometerweit über die Ufer. Das Hochwasser verusachte grosse Schäden und forderte mehr als 20 Menschenleben. Mit gemischten Gefühlen machten wir (meine Lebensgefährtin und Eltern) uns auf den Weg nach Süden. An "meiner" Stelle am Fluss erlebten wir eine grosse Enttäuschung. Die meisten der kleinen Inseln waren verschwunden, einfach fortgespült. Die ersten paar Pfannen zeigten aber, dass der Platz nichts von seiner Attraktivität eingebüsst hatte. Schüsseln mit 200+ Goldflitter waren nicht selten. Eine solche Chance konnten wir natürlich nicht ungenutzt lassen. Das bedeutete, das wir fast jeden Tag von 08 00 bis 13 00 im Fluss standen. Dann fuhren wir heim zum Mittagessen und während mein Vater (73) sein Schläfchen hielt, machte ich das Konzentrat sauber. Jeden Abend fuhren wir noch, mit unterschiedlichem Erfolg, an verschiedene Stellen zum Sampeln. Natürlich machten wir auch einige Ausflüge mit unseren Liebsten. Die Bambusgärten bei Anduze und die Schluchten der Ardeche sind sehenswert. So konnten alle zufriedengestellt werden.

Mein Standplatz hier war noch vor 2 Wochen meterhoch unter Wasser.
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Lyo
14.04.2005 11:05:41
ger hallo... hätte da mal ne frage wegem goldwaschen in den Cévennenflüssen. brauchts da irgend ne bewilligung oder ist arbeiten am/im wasser bis zum einsatz von schleusen erlaubt.
Tecnomaster
12.02.2005 18:36:57
ger Hallo Oststeirer, da kannst mal sehen, dass Überschwemmungen und Jahrhunderthochwasser nicht nur schlechtes daher bringen... (siehe unten) Gruß Tecnomaster
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Am Sampling
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Vor 4 Monaten war das Flussbett an unserer Arbeitsstelle voller Inseln. Die Felsen im Vordergrund waren auch unter Wasser. Unvorstellbar!
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An der Arbeit
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MrNuss
13.02.2005 13:09:42
ger Das sieht fast so aus, als ob das Wasser steht! Ich habe solche Waschmethoden auch mal am Rhein gesehen, klappt auch dort sehr gut!
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Ich bringe das vorgesiebte Material, mein Vater schüttet Wasser.
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Oststeirer
12.02.2005 22:24:51
ger @ Technomaster es sind hier nur manuelle Geräte fürs Goldwaschen erlaubt. Finde ich richtig. Ich habe regelmässig das durchgewaschene Material getestet, nie etwas gefunden. Der Grund ist der Einsatz den ich verwende. Garantiert gleichmässiges durchwaschen.
Tecnomaster
12.02.2005 21:46:32
ger Der JoJo setzt einen Wäscher ein, (siehe ein paar Beiträge weiter unten.) der wäre genau richtig gewesen. Gruß Tecnomaster
Tecnomaster
12.02.2005 21:31:51
ger Hallo Oststeirer, doch nun auch etwas Kritik, mir wird schlecht, wenn ich diese Methode sehen muss, wieviel Gold da verloren da wohl verloren gegangen sein mag... Beim Einschütten vom Wasser ensteht in der Schleuse, alles andere als ein gleichmässiger Wasserfluss. Gerade am Anfang beim Wassereinschütten entsteht in der Schleuse ein Wasserschwall der auch viel Gold fortschwemmt. Und wenn jeiweils die letzten Wassertropfen die Schleuse verlassen, dann reisst es nochmals unnötig wertvolles Konzentrat mit. Ich hätte an Deiner Stelle, wenn schon kein Highbanker oder Dredge zur Verfügung steht, dann zumindest zu einem Rocker (auch Wiegensieb genannt), bzw. zum Rotapan gegriffen, um die Goldverluste in Grenzen zu halten. So eine Schleuse, wie Du sie da eingesetzt hast, ist nur für gleichmässigen Wasserdurchfluß optimiert. Gruß Tecnomaster
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Man sieht schon das Gold in den Rillen der Gummimatte. Wenn es nach ein paar Eimern nicht sichtbar gelber wurde pflegte mein Vater zu reklamieren und forderte mich auf, es an einer neuen Stelle zu Versuchen. Natürlich nur zum Spass.
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Die gesammelte Ausbeute nach 2 Wochen. 55 Gramm!!! Dass wir so erfolgreich waren erfuhren wir erst zu Hause beim wiegen. Ich schätzte vor Ort nur die Hälfte, konnte mir einfach nicht vorstellen, dass es soviel ist.
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Tecnomaster
12.02.2005 18:32:26
ger Hallo Oststeirer, meinen Glückwunsch zu diesem Erfolg. Wenn hier ein Saugbagger oder motorbetriebener Highbanker zum Einsatz gekommen wäre... Gruß Tecnomaster
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Hier der Beweis, dass im Süden nicht nur geschuftet wird. Auch wenn man nur wenig findet ist es wunderbar und die Gemütlichkeit kommt nicht zu kurz. Aber das ist eine andere Geschichte, vielleicht wird daraus einmal ein Bericht.
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Dank des "ausgewogenen" Programms waren es erholsame und interessante Ferien für alle. Leider konnte ich unser Finderglück nicht hoch genug einschätzen, denn durch den Supersommer 2003 wurde jene Stelle von den Goldwäschern richtiggehend umgepflügt. Es waren täglich bis 40 Goldwäscher an der Arbeit. Hätte ich um die Einzigartigkeit des Platzes gewusst, hätte ich mehr gearbeitet. Wie mir letztes Jahr von französischen Goldwäschern versichert wurde, war dieser von ihnen sogenannte "Place Michelle" für ein paar Jahre der beste Claim in ganz Frankreich.

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